Stolpersteine im Online-Marketing oder wie sabotiere ich den Aufbau einer zusätzlichen Einkommensquelle?

Die genaue Zahl derjenigen, die sich bisher für Online-Marketing interessiert, die aber keine positiven Resultate erzeugt haben, ist nicht bekannt; sie ist aber wahrscheinlich sehr hoch. Dabei ist es eine sehr interessante Aufgabe: „auf einem Online-Marktplatz Käufer und Verkäufer zusammenbringen“ (Gerd Breil). Dazu bedarf es einer zweckmäßigen Strategie, sinnvoller und effektiver Werkzeuge und einer sehr offenen und lernbegierigen Herangehensweise. In diesem Beitrag wird auf die vielen Stolpersteine eingegangen, denn am besten ist es, Du kannst sie umgehen oder drüber wegspringen – d.h. aber: Du musst sie kennen! Nur dann wirst Du zu Deinen Kunden einen Dialog aufbauen, nur dann werden Deine Bemühungen auch Erfolg haben.

Chaotische Arbeitsweise

Wenn Du im Online-Marketing erfolgreich sein möchtest, benötigst Du Selbstdisziplin und eine zweckmäßige Arbeitsorganisation. Du kannst nicht alle Punkte durcheinander anfassen und abarbeiten wollen. Jeder Hausbau geschieht nach einem vordefiniertem Plan und folgt Gesetzen, die sich 1000fach bewährt haben. Deshalb sind zunächst ein Konzept und ein Ablaufplan erforderlich.

Keine Aus- und Weiterbildung

In jedem Handwerk ist eine entsprechende Ausbildung erforderlich, die die Grundlagen des Handwerks vermittelt, die jeweilige Teildisziplin einordnet, Werkzeuge beschreibt und erläutert, vor allem deren Anwendung und die Anzahl bzw. Komplexität der Aufgaben und Lösungen immer weiter ansteigen lässt.. bis ein schönes Bad, ein dichtes Dach oder eine funktionierende Elektroinstallation herauskommt. Warum soll das ausgerechnet im Bereich des Online-Marketings anders sein? Gerade hier geht es um eine Verschmelzung von technischen und verkäuferischen Fähigkeiten.

Kein Mentor, Führer, Austauscher

Bei allen wichtigen Fachgebieten oder zu erlernenden Inhalten benötigst Du einen Lehrer. Er legt die Grundlagen, lehrt die wichtigen Dinge, macht auf Fallstricke aufmerksam, weiß worauf es ankommt und hat genügend Erfahrung, die er vermitteln kann. Also halte Dich an Leute, die schon Erfahrungen gesammelt haben. Es ist sehr effektiv, wenn eine Frage aufkommt und Du diese auch sofort beantwortet bekommst.

Falsche Nische, für die Du nicht brennst

Es ist nicht ratsam, auf einem Gebiet zu starten, wo es keinen oder kaum Bedarf an Problemlösungen gibt. Auch solltest Du nicht den Fehler machen, Kraft in ein Gebiet zu stecken, in dem Du keine Ahnung hast. Es muss eine Herzensangelegenheit sein, den Menschen Problemlösungen anzubieten. Du musst dir einen Bereich suchen, wo es Spaß macht, denn nur wenn es Spaß macht bist Du gut und wahrscheinlich auch erfolgreich.

Kein Kundenproblem lösen

Löse Probleme des Kunden. Dabei gibt es die zwei berühmten Herangehensweisen: „vom Schmerz weg“ oder „zum Glück hin“. Fokussiere Dich auf eine Methode und kommuniziere messerscharf welches Problem Du löst. Beschreibe es in allen Facetten und löse es dann. In Deinem zu verkaufenden Produkt findet der Kunde dann das WIE.

Falsche Zielgruppe

Es gibt eine schöne Weisheit aus Nordamerika: „Wenn du nicht 1000 Meilen in den Mokassins des anderen gegangen bist, hast du kein Recht, über ihn zu urteilen“. Versetze Dich in die Zielgruppe, lebe am besten mit ihr, fühle hinein, versetze Dich in Deine Kunden. Was haben sie für Sorgen, Nöte, Probleme. Sehr oft wird versäumt deren Randbedingungen beim Aufbau des Business zu berücksichtigen und einfach drauf los „gemarketert“.

Missachte Google

Bestimme die Keywords, wenn Du im Internet-Marketing startest. Niemand besser als Google weiß, wonach gesucht wird und wie oft und wann usw. usf. Klar gibt es auch noch ein paar andere Suchmaschinen, aber über 90% deckt Google ab. Stelle Dir vor bzw. ergründe, wonach Deine Kunden suchen und baue darauf Deine gesamte Strategie auf. Ein Arzt kann nicht seine Fachbegriffe zu Grunde legen, wenn er seine Kunden (Nicht-Ärzte) erreichen will. Dann muss er die Begriffe wählen, die in der Umgangssprache verwendet werden.

Keine Website

Eine Website ist gerade bei einigen neuen Strategien nicht zwingend erforderlich, aber sie ist hervorragend geeignet, um die Mechanismen und Abläufe im Internet zu verstehen.
Mache Dein Angebot bzw. Produkt hübsch dass man aufmerksam wird, leite Kundenströme darauf und zähle die die kommen und die die kaufen bzw. bestimmte Handlungen ausführen. Denn dann kannst Du messen, vergleichen, abändern, optimieren und wieder mit neuen Strömen starten.

Falsche Elemente auf der Website

Die Internetindustrie verfügt über ein großes Reservoir an überflüssigem Schnickschnack und zahlreichen Elementen (animierte Gifs, ablenkende Animationen, usw. usf.) die den Kunden verwirren, die kein Vertrauen aufbauen und den Kunden nur davon abbringen, zum Schluss das Produkt zu erwerben. Alle Bestandteile der Webseite solltest Du daraufhin abklopfen, ob sie den Kaufprozess fördern oder nicht: Stelle Dir die Frage: was hat der Kunde davon? Er denkt in jedem Falle den berühmten Gedanken: „Was ist für mich drin“, alles andere ist zweitrangig, also optimiere Dein Angebot immer wieder und genau in diese Richtung.

Ungeeignete Werkzeuge

Lasse Dir von Deinem Mentor die passenden Werkzeuge und die nötigen Varianten dieser Werkzeuge nennen (nicht die möglichen) und lerne diese kennen und effektiv nutzen. Konzentriere Dich erstmal auf ein Tool und erziele Resultate, dann probierst Du das nächste aus (nicht alles auf einmal). Für besonders knifflige Aufgaben nutzt Du Dienstleister und sparst dadurch enorm viel Zeit. Es gibt 1000 Tools mit denen Du auch zum Ziel kommen kannst. Immer wieder gilt: Konzentriere Dich!

Ewig keine Ergebnisse

Es ist wichtig, zügig die ersten Ergebnisse zu erzielen. Dazu muss die Website noch nicht 100 prozentig fertig sein. Denn bei genügend ersten praktischen Ergebnissen kannst Du optimieren, vergleichen, lernen, abwägen und darauf aufbauen, wieder neu starten (aber eine Idee erfahrener bzw. klüger).

35 verwirrende Social-Media-Elemente

Bei einigen Verkaufs- oder Webseiten hat man den Eindruck, der Verfasser will klar machen, dass er in möglichst vielen Netzwerken vertreten ist. Das interessiert aber den Kaufinteressenten, in dem Moment, wo er sein Problem gelöst haben möchte, überhaupt nicht und es befördert auch nicht diesen Prozess. Da wären eher Signale positiv, die Vertrauen rüberbringen bzw. den Käufer bestärken.

Newsletter-Kunden vergessen

Wenn Du eine e-Mail-Liste aufbaust dann kümmere Dich auch um diese Interessenten. Sie sind geldwert. Warte nicht bis Du erst 100 oder 200 gesammelt hast, denn dann haben Dich die ersten schon wieder vergessen. Versuche, herauszubekommen wie oft ein Beitrag gewünscht ist. Das kannst Du am besten durch Umfragen ermitteln. Überrasche Deine Kunden mit total interessanten Inhalten. Den bekommst Du, indem Du selber Newsletter bekommst und Dir sehr gute inhaltliche und sehr gut aufgemachte Newsletter-Beispiele sammelst und sie nach Kategorien ordnest. Dann hast Du Anregungen, wenn Du selber produzieren musst.

Nur abschreiben und Deine Konkurrenz kopieren

Du solltest eigene Gedanken und einen eigenen Style entwickeln, wenn es darum geht, Deine Zielgruppe mit Informationen und Angeboten zu bespielen. Schaue Dir an, was die Konkurrenz macht, aber sei unverwechselbar und baue entsprechende Elemente mit ein. Falle auf und präge Dich bei Deinen Kunden ein.

Zu viel verschiedener Traffic

Konzentriere Dich erstmal auf eine Trafficquelle und ergründe diese intensiv und umfassend. Lerne alle Abläufe auf Deiner Website mit Hilfe von Statistiken kennen, messe alle Dir verfügbaren Parameter und schließe auf das Verhalten Deiner Kunden. Erst dann, mit der entsprechenden Erfahrung gehst Du zu einer möglichen weiteren Quelle. Und auch bei dieser ergründest Du wieder alle Abläufe und erklärst Dir die Zahlen. Wenn Du das gut machst, brauchst Du kaum weitere Quellen.

Fazit

Soweit die Beschreibung einzelner Fallen und Herausforderungen im Online-Marketing. Niemand ist davor gefeit, auch gleich mehrere Fehler auf einmal zu machen (verzetteln). Deshalb kühlen Kopf bewahren, eine Ausbildung machen, Mentor suchen, sich in einer Gruppe austauschen, die erste Kundenansprache entwickeln und testen. Je schneller Du Kundenfeedback einsammelst und reagieren kannst – umso besser: dann kann das Internet-Marketing beginnen.
Die Zahl der möglichen Stolpersteine im Online-Marketing ist groß und sie multipliziert sich mit der großen Schar von Leuten, die konkrete Schritte unternommen haben.

Es gibt verschiedene Wege, die nach Rom führen, mache Dich auf den Weg und glaube an Dich und gib nicht auf. Dann kommt der Erfolg!

Dr. Jochen Kummer
Dr. Jochen Kummerhttps://www.agenos.de
beschäftigt sich seit 1998 mit Internet-Technologien und Internet-Marketing. Das hierbei erworbene Wissen wendet er in mehreren Unternehmen an, die von ihm aufgebaut wurden und heute geleitet werden. Darüber hinaus berät er gleichaltrige Geschäftsführer in der Frage der Digitalen Markterschließung (Webseiten, Shops, Produkt-Konfiguratoren, APPs) bis hin zu einer umfassenden Neuaufstellung der Firmen im Digitalen Zeitalter.

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