4 Tipps, um Dein Zoom-Meeting privater zu gestalten

Lesezeit: 5 Minuten

Vermutlich hast Du auch schon Einladungen zu virtuellen Meetings über Zoom erhalten. Inzwischen nutzen bereits Millionen von Menschen Zoom-Meetings, um Kontakte zu pflegen und sich privat wie auch geschäftlich auszutauschen. Deshalb überrascht es nicht, dass immer wieder viele Fragen zum Datenschutz und zur Sicherheit von Zoom-Meetings auftauchten. Zoom reagierte sehr schnell und hat bereits verschiedene Sicherheitslücken geschlossen.

Einige Datenschutzbedenken und Schwachstellen beziehen sich auf die Plattform selber, andere betreffen die Einstellungen als Veranstalter oder Teilnehmer. Hier sind also gezielt Schritte notwendig, die Du – sowohl als Veranstalter als auch als Teilnehmer – vornehmen kannst, um Deine eigene Privatsphäre und die der anderen zu schützen.

Tipps für die Veranstaltung eines Zoom-Meetings

Verwende Dein Zoom-Konto mit der neuesten Version

Melde Dich sich bei Zoom an und aktualisiere auf die neueste Version des Zoom-Clients oder der App. Darüber erhältst Du Zugang zu den Meetings, die für eingeladene Teilnehmer verfügbar sind. Du kannst so auch sicherstellen, dass Dein System über die aktuellen Sicherheitspatches verfügt. Du kannst allerdings auch eine Browser-Version von Zoom verwenden, die jedoch nicht alle aktuellen Funktionen enthält, sodass einige der nachfolgenden Tipps möglicherweise nicht funktionieren.

Verwende für dein Zoom-Meeting ein Passwort

Du kannst deine Meetings mit einem Kennwort schützen, um zu verhindern, dass andere Personen uneingeladen deinem Zoom-Meeting beitreten können.

Behalte Deine persönliche Meeting-ID für Dich

Verwende deine persönliche Meeting-ID nicht – insbesondere nicht für Veranstaltungen, die du auf breiter Front bekannt machst. Dadurch wird verhindert, dass Leute versuchen zu anderen Zeiten deinen persönlichen Raum zu betreten. Generiere stattdessen eine einmalige Meeting-ID, indem du das Meeting im Voraus planst. So geht das:

Zoom-Meeting Sicherheitstipps 1
Illustration: Urs Schlegel/mirino.ch

Ungebetene Gäste «aussperren»

Gebe keine Einladungen zu Zoom-Meetings oder Meeting-IDs an Personen weiter, die Du nicht teilnehmen lassen willst. Wenn Du kein Passwort für Deine Veranstaltung festgelegt hast, verwende zur zusätzlichen Sicherheit die Funktion «Meeting sperren» unter dem Teilnehmer-Verwalten Button, damit niemand anders mehr teilnehmen kann, sobald die erwarteten Teilnehmer anwesend sind. Wenn jemand aus irgendeinem Grund absagen muss oder wenn sein Internetzugang keine Verbindung aufbaut, kann er nicht mehr teilnehmen.

Nutzen Sie die Funktion «Alle stumm schalten»

Mit der Funktion «Teilnehmer verwalten» kannst Du alle Teilnehmer stumm schalten. Schalte die Stummschaltung erst nach einer Ankündigung wieder frei und fordere die Teilnehmer zur aktiven Wortmeldung auf.

Verhindere die Freigabe unerwünschter Inhalte

Du kannst die Teilnehmer davon abhalten, ihren Bildschirm freizugeben. Dies ist hilfreich, wenn Du viele Personen eingeladen hast, die Du nicht persönlich kennst. So kannst Du verhindern, dass jemand unerwünschte Inhalte über den Bildschirm freigeben kann.

Wichtig zu wissen ist auch, dass der Gastgeber, sobald der Bildschirm eines Teilnehmers gestoppt wurde, nicht mehr die Möglichkeit hat, den Bildschirm neu aufzurufen. Das heißt, der Gastgeber kann einem Teilnehmer die Erlaubnis zur Bildschirmfreigabe widerrufen, aber kein Bildschirm für einen anderen Teilnehmer starten.

Zoom-Meeting Sicherheitstipp 2
Illustration: Urs Schlegel/mirino.ch

Im Chat die Privatsphäre respektieren

Entscheide im Voraus, ob Du den Chat speichern oder das Zoom-Meeting aufzeichnen willst. Stelle im Vorfeld sicher, dass alle Teilnehmer einverstanden sind und dem zugestimmt haben. Die Teilnehmer sollten auch wissen, für welchen Zweck das Meeting aufgezeichnet wird. Das Aufzeichnen von Meetings und Speichern von Chats kann bei Missbrauch rechtliche Folgen haben. Stelle also sicher, dass alle damit einverstanden sind, bevor Du diese Optionen aktivierst.

Für kostenpflichtige Zoom-Konten gibt es einige zusätzliche Optionen

Kontrolliere, wann ein Teilnehmer an der Besprechung teilnehmen kann. Verwende dafür die Funktion „Warteraum“, um zu entscheiden, wer wann in Deinen Raum kommen darf.

Fordere eine Benutzerauthentifizierung an

Erlaube nur angemeldeten Benutzern die Teilnahme und verlange, dass sie die E-Mail-Adresse verwenden, über die sie eingeladen wurden.

Tipps für die Teilnahme an einem Zoom-Meeting

Lasse Video und Mikrofon standardmäßig ausgeschaltet, wenn Du an einem Meeting teilnimmst. Um zu vermeiden, dass Du bei Deinem ersten Zoom-Meeting unbewusst zulässt, dass andere Teilnehmer ungewollt Privatgespräche mithören können, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Schalte deshalb Kamera und Mikrofon standardmäßig immer aus.

Gehe dafür in die Einstellungen, wähle Video und markiere dann «Mein Video ausschalten, wenn ich einem Meeting beitrete».

Mache dasselbe unter Audio für «Mikrofon stummschalten bei Teilnahme an einem Meeting».

Zoom-Meeting Sicherheitstipp 3
Illustration: Urs Schlegel/mirino.ch

Bleibe stumm, wenn andere sprechen

Du kannst je nach Meeting selber entscheiden, wann Du dein Video und/oder Mikrofon zuschaltest oder einfach stumm bleibst, wenn Du nicht sprichst. Achte dabei auch auf die Geräusche im Hintergrund, die sich ebenfalls störend auf ein Zoo-Meeting auswirken können.

Pro-Tipp: Du kannst die Leertaste gedrückt halten, um die Stummschaltung vorübergehend aufzuheben!

Beachte auch, wenn Du Dich selbst stumm schaltest, dass Du der einzige bist, der die Stummschaltung wieder aufheben kann. Wenn aber der Gastgeber Dich stumm schaltet, kann er auch Dein Mikrofon wieder einschalten.

Verwende einen virtuellen Hintergrund

Richte einen virtuellen Hintergrund ein, um deinen Wohnraum privat zu halten. Screenshots oder Aufzeichnungen können noch lange nach dem Meeting im Web vorhanden oder abrufbar sein. Es gibt auch zahlreiche andere Gründe, dass du den Blick in dein Zuhause vermeiden solltest.

Auch wenn diese Option nicht auf allen Systemen verfügbar ist, solltest du in diesem Fall drei Standard-Zoom-Hintergründe sehen. Klicke hier für eine Option, die du in einigen Web-Browsern und in der App verwenden kannst. Du kannst auch eigene Bilder von deiner Festplatte hochladen.

Zoom-Meeting Sicherheitstipp 4
Illustration: Urs Schlegel/mirino.ch

Sei vorsichtig, was Du im Chat eingibst

Du solltest wissen, dass Zoom-Chats automatisch oder manuell von deinem Gastgeber gespeichert und aufbewahrt werden können. Dies könnte auch Privat-Chats mit einer anderen Person während des Zoom-Meetings beinhalten. Unabhängig davon können Chats auch zusammen mit einer Zoom-Aufzeichnung gespeichert werden und könnten für viele sichtbar sein, wenn die Aufzeichnung geteilt wird.

Grundsätzlich ist es empfehlenswert, sich über die Sicherheits- und Datenschutzfunktionen von Zoom laufend zu informieren.

Urs Schlegel
Urs Schlegelhttps://mirino.ch
beschäftigt sich seit einigen Jahren mit Performance Marketing. Er betreibt verschiedene Online-Magazine mit zehntausenden Besuchern im Monat. Er weiß auf was es bei der Content-Erstellung ankommt, um ganz weit vorne bei Google mitspielen zu können.

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